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Cybermobbing – Was soll das denn sein?

Mobbing. Die meisten Schülerinnen und Schüler können mit diesem Begriff etwas anfangen. Es bedeutet, dass jemand absichtlich gemein zu jemandem ist und ihn verletzen will oder dies in Kauf nimmt. Allerdings geht es hier für die Schüler eher um eine direkte Auseinandersetzung. Was soll dann also dieses „Cyber“ überhaupt sein?

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Dieser für Schülerinnen und Schüler schwer zu greifende Begriff wurde den Klassen 5 bis 7 der Siebensternschule durch das Webinar „Recht im Internet – Cybermobbing“ der Rechtsanwältin Frau Stückmann nähergebracht. Anhand von sehr anschaulichen Beispielen aus ihrer täglichen Arbeit wurden die Schüler sensibilisiert sowie interaktiv zum Mitdenken angeregt. Die teilnehmenden Schüler standen hier schließlich im Vordergrund.

In den dargebotenen Beispielen wurde immer wieder innegehalten und die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Meinung äußern und Fragen beantworten. Jede Klasse musste sich auf eine bzw. mehrere Antworten einigen. Schnell wurde den Schülern bewusst, dass jeder unterschiedlich empfindet. Da das Webinar zeitgleich und live für andere Schulen zugänglich war, bekam man auch mit, dass die Schüler anderer Schulen teilweise auch andere Meinungen vertraten.

Stets wurden Ergebnisse von Frau Stückmann zusammengefasst und eingehend erläutert. Außerdem erklärte Sie kindgerecht, welche Strafen es für welches Vergehen gibt. Anfangs führte dies bei den Kindern teilweise zu weit aufgerissenen Augen und Ausdrücken der Verwunderung. Aber mit jedem dargelegten Fall erkannten sie mehr und mehr, dass Gewalt nicht nur körperlicher Natur ist, sondern auch seelischen Schaden verursachen kann.

Durch das entsprechend aufgebaute Webinar wurde den Schülern auch bewusst, dass ein Bild in einem sozialen Netzwerk hochzuladen gut überlegt sein muss. Egal welche Absicht man damit verfolgt. Schließlich wollten sie auch nicht, dass Bilder von ihnen selbst veröffentlicht werden – jedenfalls nicht ohne vorher gefragt zu werden.

Ein schnell geschriebenes Wort im Chat hat vielleicht noch Tage, Monate oder Jahre Auswirkungen auf ein Menschenleben. Ein Satz der für fast alle teilnehmenden Schüler vollständig unverständlich war, rückte am Ende des Webinars in greifbare Nähe. In der darauffolgenden Pause ließen etliche Schüler das Erlebte noch einmal Revue passieren und tauschten sich untereinander aus.

Für alle Teilnehmer, sowohl Schüler als auch Lehrer, war die Teilnahme ein Gewinn. Die Schulgemeinschaft der Siebensternschule dankt den Soroptimistinnen (Si-Club Luisenburg/Bad Alexandersbad), die uns dieses tiefreichende Erlebnis überhaupt erst möglich gemacht haben.
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Neue Schulleitung

Zum Schuljahresbeginn 2020/2021 traten am Sonderpädagogischen Förderzentrum (SFZ)  Selb drei neue Pädagoginnen ihren Dienst an.

Eine davon ist die neue Schulleiterin Carola Walter, die das Ruder vom ehemaligen Schulleiter Jörg Herzig übernimmt. 


Schulleiter Jörg Herzig verlässt die Siebensternschule

„Der Star geht - die Fans bleiben!“ Unter dieses Motto stellte der stellvertretende Leiter der Siebensternschule in Selb, Steffen Pirck, die feierliche Veranstaltung zur Verabschiedung des langjährigen Schulleiters Jörg Herzig, der die Schule zum Schuljahresende verlässt, um eine neue Stelle im Therapeutisch- Pädagogischen Zentrum in Hof anzutreten.

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Pirck begrüßte zu dieser Veranstaltung in der Aula der Siebensternschule trotz Corona-bedingter Einschränkungen neben dem Kollegium namhafte Ehrengäste, die es sich trotz Abstandsgeboten und teilweiser Mundschutzpflicht nicht nehmen ließen, dem scheidenden Schulleiter ihren Respekt und ihre Anerkennung seiner geleisteten Arbeit auszusprechen. Zwar musste die Feier ohne die sonst übliche persönliche Beteiligung der Schüler und weiterer Gäste stattfinden, der Intensität und würdigen Ausrichtung tat dies jedoch keinen Abbruch.

Pirck betonte in seiner Ansprache die Menschlichkeit von Herzig, die positive Stimmung bei nahezu allen schulischen Belangen, die Netzwerkarbeit und die Kreativität bei der Schulausstattung sowie die Wertschätzung und Unterstützung der Arbeit des Kollegiums, welche die Schule zu der gemacht habe, die sie heute ist.

Landrat Peter Berek legte das Augenmerk in seiner Rede neben der Würdigung von Jörg Herzig als dem Gesicht der Schule auf die persönlichen Aspekte: Herzig, den er schon seit seiner eigenen Zeit als Bürgermeister kenne, sei motivierend für Andere gewesen, habe seine Aufgabe nicht als Job sondern als Berufung gesehen und so Schüler geprägt und Persönlichkeiten geformt und Schüler und Lehrer zusammengebracht. Der ausdrückliche Dank Bereks galt besonders der Arbeit der letzten Monate, den er mit einer Würdigung der Schulen im Landkreis insgesamt verband. Diese hätten die Corona-Krise bisher grandios gemeistert. Er sei stolz auf alle Schulen im Landkreis.

Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch berichtete von seinem Schreck, den er bekommen habe, als ihn Jörg Herzig in einem Anruf über seine geplante Veränderung informierte. Er habe sich gefragt, wie es denn nun mit der Schule weitergehe. Es brauche jemanden mit der Fahne in der Hand, einen Starken, der vorweg gehe – und das sei Herzig gewesen. Dieser habe zu allen Einrichtungen in Selb festen Kontakt gehalten, habe alle Absprachen umgesetzt und sei auf seriöse Art der Stadt immer freundschaftlich verbunden geblieben. Er, Pötzsch, selbst sei immer gern in diese Schule gekommen. Pötzsch betonte bei allem Bedauern sein Verständnis für den Veränderungswunsch von Herzig. Veränderungen im Leben seien notwendig und es sei völlig in Ordnung, in einer bestimmten Lebensphase etwas Neues anzustreben.

In einer weiteren Rede richtete Anja Lange, Vertreterin zweier mit der Schule verbundener Jugendhilfeeinrichtungen im Gut Blumenthal und in Franken bei Röslau, ein Grußwort an Jörg Herzig. Neben Anekdoten aus der Zusammenarbeit betonte sie aber auch, dass es Höhen und Tiefen gegeben habe und man sich habe zusammenraufen müssen. Jugendhilfe und Schule seien zwei konträre Systeme. Es seien aber immer gemeinsame Lösungen gefunden worden.

Helmut Lockenwitz, Organisator des Schülercafés Oase auf dem Gelände des Schulzentrums, das schulbezogene Jugendarbeit betreibt, sprach seinen Dank an Jörg Herzig für die offene und unkomplizierte Zusammenarbeit auch im Namen des Dekanats aus.

Michaela Wunderlich, Vorsitzende des Elternbeirats, betonte, dass Herzig immer ein offenes Ohr nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Eltern gehabt habe. 

In seiner Dankesrede berichtete Jörg Herzig über die Entwicklung der Siebensternschule von einer kleinen Schule mit einem überschaubaren Kollegium zu Anfang seiner Tätigkeit, deren Zukunft ungewiss gewesen sei, hin zu der etablierten Förderschule, die sie heute ist mit der doppelten Größe von damals. Er habe sich bemüht, der Schule ein Profil zu geben mit festen Angeboten, über die er in einer kleinen Diashow informierte. Erst vor kurzem sei die Siebensternschule zu einer “Schule ohne Rassismus“ ernannt worden. An seine Aufgabe sei er immer mit Herzblut herangegangen. „Teaching is heart work, not hard work“ sei sein Leitspruch gewesen, den er auch habe verwirklichen können, ohne sich zu verstellen. Er betrachte es als eine Ehre, Verpflichtung und Vergnügen, an dieser Schule Schulleiter gewesen zu sein.

In der vom Kollegium organisierten Veranstaltung wurde die besondere Wertschätzung, die Jörg Herzig genießt, u. a. durch die eingespielten Videobotschaften deutlich. Schüler aller Klassen kamen darin zu Wort mit kurzen Beiträgen und auch die Schulleiterkollegen der Nachbarschulen äußerten sich mit wohlwollenden Beiträgen. Die Pflege der Beziehungen zu diesen Schulen und die Wahrnehmung der Siebensternschule als fester Bestandteil des Schulzentrums waren Jörg Herzig immer ein besonderes Anliegen.

Zur Abrundung der Feier hatte sich das Kollegium einiges einfallen lassen: Unter anderem ein eigens auf ihn umgetextetes Lied - mit Mundschutz vorgetragen - ein großes Porträtfoto mit lauter eingearbeiteten Miniaturbildern all seiner Weggefährten und Schüler, eine kleine „Apotheke“ mit Hilfsmitteln für existenzielle Lebenssituationen und einen Bildband mit Situationen aus 12 Jahren Siebensternschule.

Beendet wurde die Feier mit einem Videorundgang durch die menschenleere Schule. Am letzten Schultag konnten sich im Corona-konformen Spalier schließlich auch alle Schüler von „ihrem Direktor“ verabschieden. Jörg Herzig ist gegangen – seine Fans bleiben.

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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

"Wir sind bunt" - im Rahmen einer kleinen Feierstunde erhält die Siebensternschule Selb den Titel "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" verliehen. Eigentlich sollte diese Titelverleihung Teil eines großen Schulfestes mit den Eltern, vielen Gästen und vor allem mit allen Schülern stattfinden.

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Aufgrund der Corona Pandemie war dies nicht leider möglich. So erlebten nur ca. 60 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften, dass ihre Schule  eine von 650 Schulen (davon 84 in Oberfranken) ist, die diesen Titel erhält. Die gesamte Schulfamilie verpflichtet sich somit zu einem toleranten und achtsamen Umgang.

Die beiden Moderatorinnen Frau Meier und Frau Purucker erinnerten in einer Rückschau mit Stellwänden und einer Fotoshow an die vielen Aktionen im Schuljahr. Die wenigen Gäste wurden mit dem Lied "Ich bin anders als er - na und!" stimmungsvoll begrüßt. Jede Schule braucht für dieses Projekt einen Paten. Im Fall der Siebensternschule ist dies die Eishockeymannschaft der Selber Wölfe. Ihr Vertreter Thomas Schramm verglich die multikulturellen Gegebenheiten der Siebensternschule mit seinem Verein. Herr Dr. Thomas Mück-Rönsch von der Regierung von Oberfranken lobte die Schulfamilie für ihr außerordentliches Engagement in politisch schwierigen Zeiten.

Höhepunkt für alle Anwesenden war natürlich die Enthüllung des Schildes und die Überreichung der Urkunde durch die Regionalkoordinatorin des Bezirkjugendringes Frau Katrin Müller. Sie erinnerte alle Anwesenden noch einmal daran, dass die Titelverleihung nicht der Abschluss des Projektes darstellt, sondern vielmehr der Startschuss für eine gute Zusammenarbeit und ein tolerantes Schulklima sein soll.

In einem Schlusswort bedankte sich der Schulleiter Jörg Herzig noch einmal bei allen Beteiligten und freute sich, dass bei allen aktuellen Einschränkungen zumindest ein kleiner Höhepunkt im zu Ende gehenden Schuljahr auf dem sonnendurchfluteten Pausenhof stattfinden konnte.

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